Paraffine

 

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Paraffine in Kosmetika - Aufgaben und unerwünschte Wirkungen

Die Bezeichnung Paraffin kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wenig reaktionsfähig. Dies bezieht sich auf eine Eigenschaft der Paraffine, die in Verbindung mit zahlreichen chemischen Stoffen sehr träge reagiert. Weitere zentrale Eigenschaften von Paraffinen sind, dass sie nicht giftig, geruchlos, geschmacklos, brennbar, elektrisch isolieren, wasserabstoßend und zusammenschmelzbar mit Wachsen und Fetten sind. Die Paraffine, die in ihrer Reinform über eine durchscheinende weiße Farbe verfügen, treten als Hartparaffine, dickflüssige Paraffine und dünnflüssige Paraffine auf.

Paraffine sind ein Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffen. Im Handel sind Paraffine, da sie mit unterschiedlichem Zweck verwendet werden und mit verschiedenen Methoden hergestellt werden, als Petroleum, Mikrowachse oder Petrolatum bei Vaseline erhältlich. Verwendet wird das Paraffin als Grundlage bei medizinischen Produkten und Salben und Cremes. Während Paraffin für die Umwelt weitgehend unbedenklich ist, sind die unerwünschten Wirkungen von Paraffinen als Bestandteil von Pflegeprodukten umstritten. Experten warnen davor, dass Paraffin, als ein Produkt der Erdölindustrie, die Mechanismen zur natürlichen Regeneration der Haut behindert und die Poren der Haut verstopfen kann. Paraffin in Kosmetik kann die Haut austrocknen und damit zur Bildung von unerwünschten Falten und Fältchen führen, die man eigentlich mit Hilfe der Pflegeprodukte vermeiden und verringern möchte. Bedenklich ist auch die Annahme, dass sich die Paraffine, die über das Auftragen der Creme von der Haut aufgenommen werden, in den menschlichen Organen wie Leber und Niere oder den Lymphen ansammeln können. Aufgrund seiner zahlreichen Vorzüge, die es zur Herstellung von Kosmetik eignen und besonders auch der Tatsache, dass Paraffin eine sehr günstiger Grundstoff für Pflegeprodukte ist, ist es immer noch sehr häufig in Kosmetika zu finden. In Naturprodukten wird Paraffin in der Regel nicht verwendet, aber es befindet sich auch ausgewählte herkömmliche Creme auf den Markt, die auf Paraffin verzichtet. Eine Möglichkeit den unerwünschten Eigenschaften der Paraffine entgegenzutreten ist es den Anteil in der Kosmetik möglichst gering zu halten. Das veredelte reine Paraffin soll über weniger unerwünschte Eigenschaften verfügen und wird immer öfter als Grundstoff für Creme empfohlen. Über die Anwendung in Pflegeprodukten hinaus wird Paraffin unter anderem in Putzmitteln, zum Wachsen von Skier und Snowboarden, zur Konservierung von Käse, für die Herstellung von Süßigkeiten wie Kaugummi und in der Autoindustrie zum Schutz vor Korrosion verwendet.