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Der Lichtschutzfaktor (LSF)
Der Lichtschutzfaktor ist ein Maß für die Wirksamkeit von
Sonnenschutzpräparaten. Je höher er ist, desto längeren Schutz bietet das
Kosmetikprodukt vor UV-B-Strahlen, also der ultravioletten Strahlung, die den
Sonnenbrand auf der Haut verursacht. Die Zahl des Lichtschutzfaktors gibt an,
wie viel länger man theoretisch in der Sonne bleiben dürfte, ohne einen
Sonnenbrand zu kriegen; LSF 10 beispielsweise bedeutet, dass eine Person mit
einer Eigenschutzzeit von 12 Minuten nach Verwendung einer schützenden Creme
erst nach 120 Minuten einen Sonnenbrand kriegen würde.
Die individuelle
Schutzzeit unterscheidet sich stark von Person zu Person und ist des Weiteren
von äußeren Umständen abhängig. Personen mit besonders hellem Hauttyp haben
meist eine Eigenschutzzeit von wenigen Minuten, während Sonnenanbeter mit
olivfarbener Haut länger in der Sonne bleiben dürfen und Kosmetika mit einem
niedrigeren Lichtschutzfaktor benötigen. Weiterhin ist der Schutz vor
Hautschäden durch UV-Strahlen von der Häufigkeit des Eincremens abhängig; ein
gutes UV-Schutz-Präparat sollte wasserfest sein, dennoch sollte nach dem
Schwimmen oder Schwitzen nachgecremt werden.
Wirkung von
Sonnenschutzpräparaten
Ohne schützende Kosmetik schädigen die UV-Strahlen
der Sonne die erbinformationstragende DNA der Hautzellen. Folgen dieser
DNA-Schäden sind Rötungen, Schmerzen, Erythembildung auf der Haut (Sonnenbrand)
und vorzeitige Hautalterung. Da die ultravioletten Sonnenstrahlen für den
Menschen ein natürliches Karzinogen darstellen, kann es im schlimmsten Fall zur
Bildung von malignen Melanomen, also bösartigen Tumoren der Pigmentzellen,
kommen. Sonnenschutzpräparate sind in der Kosmetik in verschiedenen Formen
erhältlich, als Creme, Gel, Spray oder Lotion. Sie enthalten UV-Filter, das sind
meist aromatische Moleküle, die die sehr energiereichen Ultraviolett-Strahlen
absorbieren und in einer energieärmeren, harmlosen Form wieder
emittieren.
Verwendung in Anti-Aging-Kosmetik
Die Wirkung von
UV-Filtern nutzt die Kosmetikindustrie für Anti-Aging-Cremes, die mit einem
bestimmten Lichtschutzfaktor ausgestattet sind. Die für das menschliche Auge
unsichtbaren UV-Strahlen der Sonne wurden als eine der Hauptursachen für
vorzeitige Hautalterung entdeckt. Sie haben nicht nur beim Sonnenbaden, sondern
auch im sonnenarmen Alltag Einfluss auf die Hautzellen: sie sind in der Lage,
die stützenden Kollagenfasern zu schädigen und das hautschützende Vitamin A zu
zerstören. Dieser lichtbedingten Hautalterung (Photoaging) wirken Cremes
entgegen, denen Inhaltsstoffe mit einem Lichtschutzfaktor zugesetzt wurden. Sie
helfen somit täglich der Haut, ihre Spannkraft und Jugend zu behalten.
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