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Emulgatoren - Verwendung in Kosmetikprodukten
Bevor auf die Emulgatoren in der Kosmetik eingegangen werden kann, sollte vorab
geklärt werden, worum es sich bei Emulgatoren überhaupt handelt. Stoffe, welche
es ermöglichen, einheitliche Dispersionen von zwei oder mehreren nicht
mischbaren Substanzen, wie Öle, Fette oder Wasser, zu schaffen und die dabei
entstehenden Emulsionen zu stabilisieren, werden Emulgatoren genannt. Häufig
werden jene Hilfsstoffe im Fachjargon auch als „Tenside“ bezeichnet, primär
finden sie ihre Anwendung in der Pharmazie, Kosmetik, Lebensmitteltechnologie,
Ölindustrie, in Reinigungsprodukten, wie Waschmittel, Duschgel oder Shampoo, und
in vielfältigen großindustriellen Anwendungen. Emulgatoren bestehen aus zwei
Teilen, zum Einen aus einem hydrophilen, also wasserliebenden, Molekül, zum
Anderen aus einem lipophilen (fettliebenden) Molekül. Mit dem lipophilen Teil
lagern sie sich mit dem Fetttröpfchen und mit dem hydrophilen Teil an Wasser
gerichtet an. Somit funktioniert die Stabilisation über einen monomolekularen
Emulgatorfilm eines Öltropfen in einer wässrigen Stufe. Doch welche Aufgabe
erfüllen Emulgatoren nun eigentlich in Kosmetik? Auch in der Kosmetik, speziell
für Pfelgeprodukte werden die Emulgatoren als Hilfsstoffe eingesetzt, um auch
hier zwei nicht mischbare Flüssigkeiten zu einer Emulsion zu vermengen, ebenso
schwer lösliche Stoffe zu benetzen oder Suspensionen zu stabilisieren. Als
Beispiel für einen künstlich hergestellten Emulgator kann unter anderen die
Seife, Ammoniumsalze von Phosphatidsäuren und Ammoniumphosphatide genannt
werden. Natürlich vorkommende Emulgatoren sind Lecithin oder Kephalin, aber auch
Eigelb. Emulgatoren werden in diversen Pflegeprodukte im Bereich der Kosmetik
eingesetzt. Emulgatoren können prinzipiell und aufgrund ihrer chemischen
Struktur in nichtionische (nicht vom Ph-Wert abhängig) und ionische Emulgatoren
eingeteilt werden. Des Weiteren können die ionischen Emulgatoren weiter in
verschiedene Arten differiert werden. In die anionischen, in die kationischen
und in die amphoterischen - am isoelektrischen Punkt besteht hierbei keinerlei
Aktivität an der Grenzfläche.
Abschließend sollten noch einige Beispiele
von Emulgatoren genannt werden - Im Bereich der Emulgatoren bestehen überaus
viele verschiedene Arten, welche teilweise unterschiedliche Eigenschaften und
Verwendungszwecke aufweisen können. Zu den Wichtigsten gehören aber unter
anderen das Emulsan (Fachbegriff: Methyl Glucose Sesquistearate),
Gllycerinstearat SE (Fachbegriff: Glyceryl Stearate SE), Lanolin (Fachbegriff:
Lanolin Anhydrid), Lösungsvermittler LV 41 (Fachbegriff: PEG-40 Castor Oil),
Lysolecithin (Fachbegriff: Lecithin oder Lysolecithin), Mulsifan (Fachbegriff:
Laureth-4) und das Tegomuls (Fachbegriff: Hydrogenated Palm Glyceride). Emulsan
ist ein PEG-freier O/W Emulgator, der besonders in Gesichtscremes für trockene
und empfindliche Haut enthalten ist. Er verleiht einer Creme eine geschmeidige
und sehr zarte Konsistenz, wobei er Feuchtigkeit in der Haut hält.
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